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Indianer

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Indianer Artikel

Indianer Beschreibung
Indianer Beschreibung
Indianer 1916 in Kalifornien

Indianer ist eine weit verbreitete Nennung insbesondere für die indigene Bevölkerung Nordamerikas nördlich von Mexiko. Für die indigene Bevölkerung Südamerikas und die indigene Bevölkerung Mittelamerikas und der Karibik wird häufig stattdessen der Begriff Indio benutzt.

Der Name Indianer (ursprünglich spanisch: indios) geht auf den Irrtum der europäischen Seefahrer zurück, die meinten in Ostasien gelandet zu sein, das damals allgemein als Indien genannt wurde. Von den Europäern wurden die nordamerikanischen Indianer später häufig verächtlich als Rothäute genannt. Dies geht vermutlich auf Begegnungen mit Indianern zurück, die rote Körperbemalung trugen.

Indianer ist ein von Weißen benutzter Sammelbegriff, der viele verschiedene Ethnien umfasst, die kulturell zu dem Teil sehr stark voneinander abweichen. Darum wurde er von der indigenen Bevölkerung Nordamerikas lange Zeit nicht akzeptiert. Ethnologen versuchten dem gerecht zu werden, indem sie auf Begriffe wie Native Americans (eingeborene Amerikaner), Amerindians oder Indigene Nordamerikas auswichen. Doch der gemeinsame Widerstandskampf vieler Indianer gegen die weiße Vorherrschaft in den letzten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ließ ein panindianisches Bewusstsein entstehen. Heute bezeichnen sich die Indigenen Nordamerikas häufig wieder American Indian (Indianer).

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das Feuer von innen. Der Montagepunkt und der innere Dialog Wer die "Reise nach Xtlan" gelesen hat und sich ein weiteres Mal dem Kosmos Don Juans nähern will, dem sei dieses Buch hier wärmstens empfohlen. Um was geht es bei der Zauberei? - Vor allem deshalb, die Welt anzuhalten und die Wirklichkeit so sehen zu können, wie sie tatsächlich ist. Um das zu erreichen,...

Geschichte vor Ankunft der Europäer

Die Einwanderung von Menschen auf den amerikanischen Kontinent fand mit Sicherheit in verschiedenen Wellen statt. Der älteste gesicherte archäologische Fund stammt aus Chile und wird gemeinhin mit 13.800 v.Chr. datiert. Nimmt man eine alleinige Einwanderung über die Beringstraße von Sibirien nach Alaska an, so müßten deutlich ältere Funde aus Nord- und Mittelamerika noch ausstehen. Als andere mögliche Einwanderungsrichtungen wird ein Weg über Polynesien genannt, außerdem über den Nordatlantik. Letzteres wird u.a. durch frappante Ähnlichkeit von Steinklingen der Clovis-Kultur mit solchen aus Europa untermauert und gewinnt in letzter Zeit nicht wenige Anhänger in der Forschung. Die Inuit (auch Eskimos genannt) sind Vertreter der letzten großen voreuropäischen Einwanderungswelle.

In Mittel- und Südamerika entwickelten die Indianer städtische Hochkulturen. die großteils erst von den Spaniern vernichtet wurden. Tenochtitlan, die Hauptstadt des Aztekenreiches, war vor der Zerstörung durch Hernando Cortez' Truppen eine der größten Städte der Welt und größer als die europäischen Städte der Zeit. In Nordamerika existierten in dem östlichen Einzugsgebiet des Mississippi komplexe Gemeinwesen (Templemound- Kulturen), die jedoch bis kurz vor der Ankunft der Europäer weitgehend zerfallen waren, vermutlich aufgrund ökologischer Katastrophen. An ihre Stelle traten kleinere Gemeinwesen, die in dörflichen Gemeinschaften lebten und Ackerbau betrieben. In dem Südwesten der heutigen Vereinigte Staaten Amerika entstanden teilweise mehrstöckige Lehmbausiedlungen mit bis zu 500 Räumen, die Pueblos.

Viehzucht konnte sich unter den indianischen Kulturen fast gar nicht entwickeln, da es außer dem Lama und anderen Kameloiden wie Alpaca und Vicuña in dem Reich der Inka, dem Truthahn und dem Wolf keine domestizierbaren Tierarten gab. Mangels starker Lasttiere kam auch das Rad als Fortbewegungsmittel nirgendwo zu dem Einsatz. Zwar entwickeltem die Azteken Modelle von Wagen mit Rädern, benutzten diese jedoch mangels Zugtieren ca. als Kinderspielzeug. Man ging zu Fuß, transportierte Lasten selbst, Würdenträger in hierarchischen Gesellschaften Mittel- und Südamerikas mitunter auch in Sänften. Als Lasttiere standen neben dem Lama der Inka ca. noch Hunde für kleinere Lasten zur Verfügung, die man in Nordamerika in einfache dreieckige Schleppgeschirre, Travois , einspannte. Mit dem Auftauchen von Pferden in Nordamerika konnten die Travois und damit auch die Tipis der Prärieindianer erheblich vergrößert werden.

Obwohl Amerika von weitverzweigten Handelsnetzen überzogen war, erwiesen sich die großen Wüsten Nordmexikos und die undurchdringlichen Urwälder Mittelamerikas als erhebliche Barrieren für den Technologieaustausch in der westlichen Hemisphere. Außer einigen mittelamerikanischen Kulturen, die eine Art Bilderschrift besaßen (die Maya entwickelten diese zu einem echten Schriftsystem), hinterließen die Kulturen der westlichen Hemisphere keine schriftlichen Zeugnisse der Vergangenheit. Unter den Prärieindianern existierten Chroniken, die graphische Symbole für das wichtigste Ereignis eines jeden Jahres innerhalb einer Gruppe benutzten. Ohne mündlichen Kommentar waren diese Chroniken aus sich selbst heraus jedoch nicht verständlich. Indianische Überlieferung ist daher großteils mündliche Überlieferung, wobei Tatsachenberichte und Mythen häufig fließend ineinander übergehen. In jüngerer Zeit haben archäologische und geologische Funde jedoch bewiesen, dass indianische oral history Jahrhunderte und teilweise gar Jahrtausende zurückliegende Ereignisse bewahrt hat.

Buch-Tipp: Das Job- Wunder. Millionen freie Stellen im Direktvertrieb Tupperware, PepperParties und Co. bewirken 'Das Job-Wunder' Wer kennt sie nicht: Direktvertriebsunternehmen wie Tupperware (Kunststoffbehälter) oder PepperParties (Erotikartikel). Unabhängig vom angepriesenen Produkt ähneln sich all diese Firmen in ihrer Arbeitsweise: Produkte werden zu Hause in dem Einzelgespräch oder in Form einer Party durch selbständige...

Geschichte nach Ankunft der Europäer

Buch-Tipp: Das Wirken der Unendlichkeit. Trotz Schwächen - würdiger Abschluss Wer sich die Mogelverpackung „Das Rad der Zeit" gekauft hat, rümpft zu Recht die Nase, da es für diejenigen, die schon alles von Castaneda gelesen haben, bloß eine Zusammenfassung seiner Bücher ist - und keine besonders gute. Auch DwdU fasst einiges wieder zusammen und viele von Castanedas Anekdoten...

Neue Waffen

Die Anwendung von Metallspitzen auf Speeren und Pfeilen führte zu ersten Kräfteverschiebungen unter den indianischen Nationen. Früher hatten sie Steinspitzen aus Granit oder andere harte Steine gebaut. Regelrechte Völkerwanderungen wurden jedoch durch die ungleichmäßige Einführung von Feuerwaffen entlang der nordamerikanischen Ostküste und von der Hudson Bay aus ausgelöst. Stämme, die zuerst Feuerwaffen erhielten, konnten benachbarte Stämme häufig völlig aus ihren angestammten Gebieten vertreiben, was zu regelrechten Domino-Effekten führte. Später berühmt gewordene Stämme wie die Sioux oder die Cheyenne waren ursprünglich sesshafte Bewohner des östlichen Waldlandes, bevor mit Feuerwaffen ausgestattete Nachbarn sie verdrängten. Solange Vorderlader benutzt wurden, hatten Feuerwaffen vor allem einen psychologischen Vorteil und eine größere Reichweite als Pfeil und Bogen, waren jedoch Pfeil und Bogen in Punkto Feuergeschwindigkeit stark unterlegen.

Noch 1866 erlangten größtenteils mit Pfeil und Bogen bewaffnete Sioux und Cheyenne entscheidende Siege gegen US-Truppen. Bereits in dem Folgejahr, als die US-Armee mit Repetiergewehren ausgestattet war, änderte sich dies schlagartig. Dem rücksichtslosen Einsatz von industriellen Tötungsmitteln gegen Männer, Frauen und Kinder wie Gebirgshaubitzen, Hotchkiss -Schnellfeuerkanonen, die 100 Schuss pro Minute abfeuerten, sowie Gatling -Kanonen, einer frühen Form des Maschinengewehrs, hatten die Indianer nichts entgegenzusetzen.

Buch-Tipp: Der Ring der Kraft. Don Juan in den Städten. Das Tonal und das Nagual Dieses Buch beschreibt das Ende der Lehrzeit von Carlos Castaneda bei seinen Lehrern Don Juan und Don Genaro. Und es endet so furchtbar traurig, denn am Schluss sind Don Juan und Genaro nicht mehr unter uns. Sie haben die Welt hinter sich gelassen, ohne zu sterben, sie sind am Feuer von Innen verbrannt. Dieses Ende war...

Beispiellose Vernichtung

Hochumstritten ist, wie groß die Bevölkerung Amerikas vor Ankunft der Europäer war. Bevölkerungsschätzungen erfolgten häufig erst, nach dem große Teile von regionalen Bevölkerungen bereits durch eingeschleppte Krankheiten, Vernichtungskriege und quasi Sklavenarbeit vernichtet worden waren. Viele Völker verschwanden nach 1492 durch eingeschleppte Seuchen, ohne dass ein Europäer sie überhaupt zu Gesicht bekommen hatte.

Skalp-Jagd
Indianer Beschreibung
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Indianer-Massengrab am Wounded Knee
Indianer Beschreibung
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Tote Crow Indianer 1874
Indianer Beschreibung
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Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer


Im 19. Jahrhundert und bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Schätzungen präkolumbianischer Bevölkerungen insbesonders durch US-amerikanische Anthropologen von Generation zu Generation auf Bruchteile vorheriger Schätzungen reduziert. Um 1940 ging man nach einer Publikation des einflußreichen Anthropologen Alfred Kroeber offiziell davon aus, dass 1492 in der gesamten westlichen Hemisphäre insgesamt lediglich acht Millionen und nördlich des Rio Grande ca. etwa eine Million Menschen lebten (der US-Zensus von 1890 hatte 235.116 überlebende Indianer registriert). Diese Schätzungen waren maßgeblich politisch motiviert, da sie die stattgefundene Vernichtung indianischer Völker möglichst klein erscheinen ließ und den Mythos aufrecht erhielt, die Weißen hätten einen weitgehend "leeren" Kontinent erobert. In den 1960er Jahren machte sich die Berkely School unter Zuhilfenahme moderner Methoden daran, die präkolumbianischen Bevölkerungen einzelner Regionen insbesondere unter dem Gesichtspunkt damaliger Landwirtschaftstechniken und Carrying Capacities zu rekonstruieren. Demzufolge wurde die Bevölkerung von Hispaniola allein auf acht Millionen geschätzt, die von Zentralmexiko sogar auf 25 Millionen. Borah korrigierte demzufolge die Schätzung für Nordamerika auf 7,5 Millionen. Dobyns ermittelte später sogar eine präkolumbianische Bevölkerung Nordamerikas von 18 Millionen. Heutzutage schätzt die Mehrheit der führenden Anthropologen, dass die Gesamtbevölkerung der westlichen Hemisphere um 1500 ungefähr 75 bis 110 Millionen Menschen betrug und nördlich des Rio Grande ungefähr 12 Millionen Menschen lebten. Das in dieser Hinsicht als sehr konservativ bekannte Smithsonian Institute hat seine Schätzung für Nordamerika vor einiger Zeit auf drei Millionen verdreifacht.

Besonders in der Karibik wurde die Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit fast völlig ausgelöscht. Auch bei anderen Eroberungen, v.a. Perus, kam es zu exzessiven Massakern. Um die Frage der Behandlung der Indianer entspann sich ein umfassender ideologischer Konflikt, mit den Exponenten Bartolomé de Las Casas als "Generalverteidiger der Indios" und Juán Ginés de Sepúlveda, der die Indios als eine Art Untermenschen betrachtete. Dieser Streit führte zu dem Erlass "Neuen Gesetzen" von 1542, die zwar die Indios teilweise schützten, vielfach jedoch unwirksam waren und teilweise zurückgenommen wurden. Auch spätere Ansätze der spanischen Krone, eine Gesetzgebung zu dem Schutz der Indianer zu entwickeln, scheiterten an mangelndem Umsetzungswillen und der Realität der kolonialen Gesellschaft angesichts der Profitabilität der Ausbeutung. Traurige Berühmtheit erlangten dabei die Silberminen von Potosí , in denen in dem Lauf der Kolonialzeit unzählige Indios unter unerträglichen Bedingungen arbeiteten und weit über eine Million daran zugrunde ging. Auch die Zwangsarbeit in dem Rahmen der encomienda führte zu desolaten Verhältnissen für die indigene Bevölkerung, dazu kam die soziale Zerrütung durch die Vernichtung der indigenen Kultur in dem Namen der Religion und Zivilisation. Außerdem nahmen die Indios den niedrigsten und schwächsten Rang in der kolonialen Kastengesellschaft ein. Besonders radikal war die Verfolgung der Indios in jenen Gebieten die in dem 19. Jahrhundert von den Europäern abgerungen wurden, in den berühmten Indian Wars aber auch die Eroberung Patagoniens. Hier kam es zu gezielten Auslöschung ganzer Stämme, so dass man hier von einem bewussten Genozid sprechen muss.Bislang wenig beachtet ist das Instrument der Skalpprämien, die bereits in dem 16. Jahrhundert in den Britischen Kolonien eingesetzt wurden. In dem Jahre 1700 führte Massachusetts beispielsweise eine Prämie von 100 Pfund Sterling für jeden männlichen Indianerskalp ein, das Vierfache eines damaligen Jahresdurchschnittsverdienstes.

Welchen Anteil wirtschaftliche Ausbeutung und desolate Sozialverhältnisse, kriegerische Auseinandersetzungen, Epidemien und geplanter Genozid an dieser demographischen Katastrophe tatsächlich hatten und in welchem Verhältnis sie zueinander standen wird vermutlich dauerhaft einen ideologischen Streitfall darstellen, der sich aufgrund mangelnder Quellenlage nicht versachlichen kann. Fest steht nur, dass hunderte von Völkern mitsamt ihrer Kultur und Sprache vollständig vernichtet worden sind und die Vernichtung der indianischen Völker die größte demographische Katastrophe in der Geschichte der menschlichen Spezies darstellt.

Buch-Tipp: Der zweite Ring der Kraft. Das Wesentliche läßt sich ca. mit offenem Herzen erleben Die, von Menschen, häufig erlebte Wirklichkeit erweist sich in diesem Buch als trügerisch. Carlos errlebt in dieser Welt eine unglaubliche Interaktion von "Sein" und "Handeln". Seine persönliche Inkarnation und die Verschmelzung von Pirschen und Träumen portiert ihn...

Leben der Indianer in der Gegenwart

Indianer Beschreibung
Indianer Beschreibung
Indian Citizenship Act 1924, Präsident Calvin Coolidge und vier Osage-Indianer nach der Vertrags-Unterzeichnung vor dem Weißen Haus

Durch den General Allotment Act oder Dawes Act von 1887 wurde eine kulturelle Enteignung der Indianer mit der Anerkennung der US-Staatsbürgerschaft verbunden. Diese wurde den Indianern ca. verliehen, wenn sie Land erwarben und Kleinbauern nach Art der weißen Einwanderer wurden. Ihre Sprache und ihre Religion wurden verboten. 37 Jahre später erhielten die Ur-Amerikaner durch den Indian Citizenship Act von 1924 dann das Bürger- und damit auch das Wahlrecht.

In vielen Staaten Mittel- und Südamerikas bilden Nachkommen der Indianer heute einen großen Teil der Bevölkerung. Doch sie wohnen häufig in Reservationen oder Reservaten. In Kanada sind diese Reservationen ursprünglich eine Nachfolge der "treaties", die die Indianer mit der Regierung unterschrieben, und die die Indianer bestimmte Stücke Land für ihren eigenen Zwecke "schenkten" und auf denen sie noch wohnen dürfen, ohne Steuern zu bezahlen. Viele Indianer sind aber in den letzten Jahren in Städte umgezogen. In Kanada müssen "treaty"-Indianer, das heisst Leute, die als Indianer amtlich gemeldet sind, gewisse Steuern nicht zahlen, egal wo sie wohnen. Da der Anteil von Indianern, die einen Hochschulabschluss haben, wesentlich niedriger ist als bei anderen Gruppen der Bevölkerung, richtete man die First Nations University of Canada in Regina, Saskatchewan ein.



Quellen:

In den Vereinigte Staaten Amerika sind Indianer eher eine Randgruppe mit wenig bis keiner Anerkennung. Bei der Volkszählung 2 Tausend gaben 2,47 Millionen Menschen an, Indianer oder Indigene Alaskas zu sein - dies sind 26 Prozent mehr als 1990. Weitere 1,6 Millionen gaben an, teilweise indianischer Abstammung zu sein. Die US-Indianer besitzen rund 23 Millionen Hektar Land, zumeist in Reservationen. Diese Zahl ist aufgrund von Landstreitigkeiten umstritten. 85 Prozent der Indianer leben außerhalb von Reservationen, meist in Städten. Die Stadt mit den meisten indianischen Einwohnern ist New York City mit einer Zahl von 87.000.

Buch-Tipp: Die Kunst des Pirschens. lebend beziehend. Ich hab ausser Tensegrety und Das Rad der Zeit aller Bücher von Carlos gelesen. Und schon seit eh 1978 (?). Das ist nicht etwas zu dem protzen,aber was für ein Glück,das ich diese gelesen habe. Aber nun hab ich mir,wie schon so oft,vorgenommen die Thematik von Carlos lebensbeziehend und nicht,um himmels willen als Literatur aufzunehmen....

Kultur

Zur Zeit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus lebten etwa 500 indianische Ethnien mit rund 175 verschiedenen Sprachen in dem Gebiet der heutigen Vereinigte Staaten Amerika. Einige davon lebten als sehr kleine Jäger- und Sammler-Gruppen, andere als hoch entwickelte landwirtschaftliche Nationen, die sich aber nicht mit der Größe von europäischen Staaten vergleichen lassen. Zu Zeiten ihres Zenits übertraf ihre Zahl selten 60 Tausend Personen. Die meisten autonomen Gruppen umfassten ca. einige hundert. In dem 16. Jahrhundert war die Tendenz zu größeren politischen Einheiten erkennbar. Trotzdem kam es stets wieder zu Trennungen aufgrund von Rivalitäten und Hass. Die jeweilige autoritäre Führungskraft war abhängig vom ihm entgegengebrachtem Respekt. Die Mitglieder eines Stammes konnten nicht gezwungen werden, zu bleiben. Bei Unstimmigkeiten verließen sie ihre Gruppe, um sich entweder einer anderen Gruppe anzuschließen oder aber um eine eigene Gruppe zu bilden. Dieses System stärkte das Verantwortungsbewusstsein des Führers gegenüber seinem Volk.

Trotz der deutlichen kulturellen Unterschiede zwischen den einzelnen Kulturen lassen sich einige Elemente feststellen, die bei den meisten indianischen Ethnien ähnlich sind. Dazu gehören der weit verbreitete Glaube an Tiergeister , das visionäre Fasten sowie der Mythos, dass Amerika auf dem Rücken einer Wasserschildkröte errichtet worden war. Dieser Mythos ist quer durch den ganzen Doppelkontinent anzutreffen.

Bedeutender als die Gemeinsamkeiten sind die kulturellen Unterschiede. Nordamerika wird in dem Allgemeinen in die zehn Kulturareale Arktis , Subarktis , Nordwestküste , Plateau , Kalifornien , Grosses Becken , Südwesten , Prärien und Plains , Nordöstliches Waldland und Südöstliches Waldland eingeteilt.

Buch-Tipp: Die Kunst des Träumens. Fantastisch!!! Träumen tut jeder, aber was man in dem Traum noch so alles tun kann ahnen die wenigsten. Aber wo hört das Machbare auf? Vieleicht macht es den besonderer Reiz des Buches aus das man diese Frage wohl nie wird richtig beantworten können. Ich habe auf jeden Fall schon meine Hände in dem Traum gefunden und vieleicht treffe ich ja auch bald...

Siehe auch

Buch-Tipp: Die Lehren des Don Juan. Ein Yaqui-Weg des Wissens Das Erlebnis nicht-alltäglicher -Wirklichkeit In dem Buch schildert der Autor Carlos Castaneda seine(vermutlich fiktive) Begegnung mit Don Juan und dessen Lehren. Die wesentliche Essenz des Buchs besteht aus der Beschreibung einer sogenannten "nicht-alltäglichen" Wirklichkeit, die durch Pilze, Pflanzen und anderen Formen hervorgerufen wird. Castaneda...

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